Samstag, 30. März 2013

Pyjama oder Im Recycel-Wahn

Irgendwie werden wohl alle neuen kurzen Schlafanzüge des kleinen Mannes aus abgelegten, bzw. aussortieren Klamotten vom großen Mann und mir hergestellt werden. Zum Glück ist er da noch nicht so heikel.

Das Oberteil ist wieder Rosis Regenbogenbody-Schnitt in Größe 110. Wieder zum T-Shirt umgewandelt, aber diesmal habe ich zwei Zentimeter mehr in der Breit zugegeben und jetzt sitzt das Shirt lockerer.
Das T-Shirt ist aus einem ehemaligen Vereins-T-Shirt von mir gebastelt worden, dass ich schon ewig nicht mehr an hatte, dass aber auch immer zu schade zum wegwerfen war. Erinnerungswerte, und so.

Die kurze Hose ist ein abgewandelter Ottobre-Schnitt, nämlich der Sleepwalker aus der Ausgabe 6/12, den ich auch schon zwei Mal in der langen Version genäht habe und von dem ich also wusste, dass die Hose gut passt.
Die Hose ist ein altes Schlafanzugoberteil vom großen Mann. Ich wusste, bis ich seinen Schlafanzugstapel durchsortiert habe, nicht mal, dass er das überhaupt besitzt und wir sind nicht erst seit gestern ein Paar....


Übrigens sind Pyjama-Ober- und Unterteil mein erstes Projekt, dass ich mit der neuen Overlock gemacht habe und ich war wirklich hin und weg, wie schnell und toll das funktioniert. Mir ist jetzt auch klar, wieso andere Näherinnen drei bis vier Jersey-Shirts an einem Abend geschafft haben, während ich mit der normalen Nähmaschine maximal eines fertig nähen konnte.



Donnerstag, 28. März 2013

Teststücke

Mal wieder was für den kleinen Mann. Wir sind ja vor einigen Monaten auf zweiteilige Schlafanzüge umgestiegen und da braucht er für den Sommer noch einen ganzen Schwung kurzärmeliger und -beiniger Pyjamas.Vorerst sollen vier Stück entstehen, dass sollte wohl genug zum Wechseln sein...

Der aufmerksame Leser kennt den verwendeten Stoff natürlich. Für den ersten Testlauf wollte ich keinen teuren Stoff verwenden und außerdem bin ich ja ein begeisterter Recycler und habe mal wieder den elterlichen Kleiderschrank ausgemistet.

Das Schnittmuster des Oberteils ist Rosis Regenbogenbody, bei dem ich einfach den unteren Teil (ab da, wo der Beinausschnitt beginnt) weggelassen habe. Als Body sitz der Schnitt genau richtig beim kleinen Mann, als T-Shirt ist er etwas eng. Beim nächsten mal gebe ich ein bis zwei Zentimeter in der Breite zu, dann ist es perfekt. Größe ist das Größte, was der Bodyschnitt hergibt, nämlich eine 110.

Die Hose ist nach einer Abwandlung von Sui Generis Latzhose Joschua genäht. Diese ist eigentlich eine Latzhose, aber das Schnittmuster enthält viele Abwandlungsvorschläge, unter anderem einen, wie man aus dem Schnitt eine einfach kurze Hose macht.
Ehrlich gesagt, so glücklich bin ich mit der kurzen Hose insgesamt nicht. Sie fällt sehr breit aus und ist dem kleinen Mann viel zu groß. Ich hab jetzt von dem Schnittmuster erstmal 1cm von der Breite weg genommen. Mal sehen, wie die nächste Hose dann sitzt. Die hier gezeigte hat am Kind eher ähnlichkeit mit einem Hosenrock. Zum Glück sieht es niemand im Bett. Und vielleicht nähe ich die Hose auch noch einmal etwas schmaler, wenn ich Muse habe.



Für das Oberteil habe ich zum ersten Mal einen überlappenden V-Ausschnitt versucht. Genäht habe ich nach Rosis Video-Tutorial. Von dem Ergebnis bin ich wirklich begeistert und es ging auch ganz leicht. Mir gefällt der V-Ausschnitt richtig gut und er hat auch gleich auf den ersten Versuch prima geklappt. Rosis Video erklärt wirklich toll wie es funktioniert. Ich werde den Ausschnitt bestimmt noch öfter machen.



Mittwoch, 27. März 2013

Touristen-Postkarten

In den letzten Tagen sind zwei ganz klassische Touristen-Postkarten bei mir eingetrudelt. 
Two typical tourist-postcards arrived at my place lately.

Die eine ist aus Portugal.
One is from Portugal.

Und die andere ist aus den USA.
And the other one is from the US.



Dienstag, 26. März 2013

Puschen für den Garten

Mich hat es schon lange in den Fingern gejuckt, mich mal an Puschen zu probieren. Und da die zuletzt käuflich erworbenen Puschen nun endgültig zu klein geworden sind und ich (bzw. der kleine Mann) für den Sommer neue Puschen braucht, habe ich mir flugs Lederreste bestellt. Noch kein tolles Ecopell-Leder, da ich für meine ersten Versuche dieses nicht verschwenden wollte.


Zumal ich ja vor hatte, mir das Schnittmuster auch noch selbst zu basteln. Und da hatte ich schon damit gerechnet ein bis zwei Paar Puschen für die Mülltonne zu produzieren.
Aber ganz ehrlich: so blöd hab ich mich gar nicht angestellt. Insgesamt bin ich mit den Puschen sehr zufrieden. Dafür, dass es mein allererstes Paar ist und ich mir das Schnittmuster auch noch selbst gebastelt habe. Das Schnittmuster war auch gar nicht so schwer herzustellen. Klar, es ist noch optimierbar und für den nächsten Versuch habe ich mir schon ein paar kleine Änderungen notiert. Aber dass die Kappenform so steil verläuft liegt eher an den ausgeprägten großen Zehen des kleinen Mannes.


Auf den Tragefotos sieht man, dass die Puschen noch gut groß sind. Das nächste Mal gebe ich statt 1,5cm Wachstumszugabe nur 1cm zu. Das dürfte locker reichen und dann kann ich auch mal öfter neue Puschen nähen.


Was wirklich frickelig war, war das Gummiband am Ende durch das Fersenteil zu ziehen. Das werde ich das nächste Mal anders lösen.




Montag, 25. März 2013

Joghurt-Walnuss-Brot


Das hier ist mal wieder ein Rezept von Ketex. Es heißt Joghurt-Walnuss-Brot. Zuerst habe ich das Brot mal streng nach Rezept gebacken und es schmeckt sehr lecker und kräftig und ich bin auch sehr zufrieden damit, wie es gegangen ist. Mir ist der Teig nur etwas zu weich geworden, darum habe ich ein Kastenbrot daraus gemacht. Aber grundsätzlich kann man das Brot auch freigeschoben backen.


Ich denke, man kann das Rezept auch gut als Grundrezept hernehmen und nach belieben abändern, z.Bsp. statt Joghurt Quark oder Buttermilch verwenden und statt der Walnüsse kann man auch andere Sämereien zufügen.


Samstag, 23. März 2013

Selbstgestrickte Kindersocken

Ich glaube, die Socken habe ich irgendwie noch nie gepostet. Ich habe sie im letzten Herbst für die Waldspielgruppe gestrickt, damit der kleine Mann immer schön warme Füße hat.

Damals sind sie mir riesig vorgekommen, jetzt sind sie schon fast zu klein. Aber genauso wie der ganze Kerl, sind auch die Füße im letzten halben Jahr rasant gewachsen. Aktuelle Schuhgröße: 28. Mit nicht mal drei Jahren.


Erkennt man, welches Tier ich hier eingestrickt habe?


Es soll eine Eule sein.

Freitag, 22. März 2013

this moment

"A Friday ritual. A single photo - no words - capturing a moment from the week. A simple, special, extraordinary moment. A moment to pause, savor and remember."


Inspired by Soulemama.

Donnerstag, 21. März 2013

Far, far away

Die wunderschöne Postkarte kommt aus Georgien. Und sie hat den niedrigsten Postcrossing-Code, den ich bis jetzt erhalten habe, nämlich nur dreistellig.
This beautiful postcard came from Georgia. And it has the lowest postcrossing-code I have received until now. Only three digits!


Diese Karte kommt aus dem fernen Japan und zeigt einen im Wasser gebauten Tempel in Hiroshima.
This card is from far away Japan and shows a temple in Hiroshima, which was built in water.


Mittwoch, 20. März 2013

Herumgeschneckt

Heute geht es mit etwas leichterer Kost weiter. ;)

Auch dieses Schnittmuster ist wieder aus der Ottobre. Es heißt Snail Walk und ist aus der Ausgabe 4/12. Die Größe ist wieder als 62 angegeben, fällt aber wie immer größer aus.
Wie die meisten der in letzter Zeit gezeigten Babysachen ist auch dieser Strampler aus einem recycelten T-Shirt entstanden. Diesmal vom großen Mann. Ein riesiger Fleck ist durch die Applikation verdeckt worden. ;) Insgesamt bin ich mit dem Ergebnis aber eigentlich ganz zufrieden.


Auch wenn mir der Schnitt auf den ersten Blick eigentlich nicht so gefallen hat. Aber ich war eben auf der Suche nach einem normalen Stramplerschnitt ohne Rückennaht, was anscheindend schwer zu bekommen ist, wenn man nicht bereit ist nochmals Geld dafür zu bezahlen. Denn eigentlich hat auch dieser Strampler eine quer (!) verlaufende Rückennaht. Da ich diese aber unnötig fand, habe ich einfach das obere Rückenteil an das unter Rückenteil des Schnittmusters angeklebt und so ein durchgehendes Rückenteil ohne Naht erhalten. Dadurch verbrauche ich zwar etwas mehr Stoff, aber das Sommerbaby muss nicht permanent auf einem Hubbel liegen.


P.S. Der Strampler sitzt in Größe 62 recht locker, bei Größe 68 sitzt er gut. Dadurch, dass der Strampler so breit geschnitten ist, ist er auch für kleine, runde Fressraupenbabys sehr bequem. :)

Montag, 18. März 2013

Jede Mutter (er)zählt

Normalerweise erzähle ich hier ja wenig wirklich persönliches. Aber die Aktion Jede Mutter zählt, gesehen bei BerlinFreckles  und unterstützt von ERGObaby, animiert mich jetzt doch etwas über ein Thema zu erzählen, das mir sehr am Herzen liegt.
Es geht um das Wochenbett. Vor der Geburt hört man ja meist, dass die erste Zeit mit Baby traumhaft und wunderschön ist. Eine Kuschelzeit, eine Kennenlernzeit. Harmonisch, ruhig. Baby schläft viel. Wie ich erfahren durfte, hat das oft mit der Realität herzlich wenig zu tun. Aber die Realität erzählt einem im vorherein kaum jemand, damit werdende Mütter nicht abgeschreckt werden. Mein Beispiel ist jetzt bestimmt auch extrem und falls hier Schwangere mitlesen, die ihr erstes Kind erwarten und ihre rosige Erwartungshaltung nicht verlieren wollen, rate ich, ab hier nicht mehr zu lesen.


Das Wochenbett - ein Albtraum...

Die Schwangerschaft mit dem kleinen Mann verlief völlig problemlos, bis zum vET war ich noch unheimlich gerne schwanger und genoß es sehr den kleinen Mann in mir zu spüren.
Ebenso war die Geburt im Geburtshaus traumhaft schön. Ein Ereignis, an das ich gerne zurückdenke. Die Geburt ging schnell, die Schmerzen hielten sich sehr in Grenzen, ich konnte komplett selbst bestimmen, wie ich meinen Sohn gebären wollte und mein Mann und meine Hebamme haben mich toll begleitet. Es gab also eigentlich keinen Grund anzunehmen, warum die ersten Wochen und Monate so schief laufen sollten.

Aber schon in der Nacht nach der Geburt fing es an. Der kleine Mann, keine 24 Stunden alt, hat geschrieen. Stundenlang. Weder kuscheln, noch halten, noch trösten, noch füttern, noch pucken. Nichts half. In unserer Verzweiflung riefen wir sogar beim Bereitschaftsdienst unserer Geburtshebammen an und fragten, was wir tun sollen. Dort fühlten wir uns aber nicht erst genommen und erfuhren auch keine wirkliche Hilfe. Wir sollen das Baby bei uns halten, wir sollen ihn etwas tragen, ich soll ihn versuchen zu stillen oder etwas Wasser löffeln... Also nur Ratschläge, die wir in den vergangenen zwei Stunden schon alleine versucht hatten.
Und das Kind schrie und schrie. Weil es bei mir etwas besser und der kleine Mann etwas ruhiger war als bei meinem Mann, blieb also die Hauptaufgabe des Beruhigens bei mir. So bin ich in der Nacht nach der Geburt sechs Stunden am Stück mit einem aus Leibeskräften brüllenden Baby in der Wohnung auf und ab gelaufen. Was das meinem Beckenboden angetan hat, könnt ihr euch vorstellen. Von meiner Psyche ganz zu schweigen.

Und das war nur der Auftakt zu den anstrengendsten Wochen meines Lebens. Denn der kleine Mann entwickelte sich zu einem Schreibaby, das extrem wenig schlief (zum Teil keine acht Stunden an einem vollen Tag, also viel zu wenig für ein Neugeborenes), schlecht stillte und stundenlang brüllte. Jeden Tag. Nach dem Essen, vor dem Essen, wenn man ihn hielt, wenn man ihn ablegte, einfach immer. Aber die Hebamme, die uns im Wochenbett betreute wiegelte immer ab: der kleine Mann sei kein Schreibaby, alles normal, er habe nur ein paar Anpassungsschwierigkeiten. Das half natürlich nicht bei meiner Überzeugung, als Mutter auf ganzer Linie zu versagen.
Ab der dritten Lebensnacht des kleinen Mannes schliefen mein Mann und ich in Schichten. Mein Mann übernahm ab 21 Uhr die "Frühschicht" und weckte mich nur zum stillen, ab 3 Uhr bis zum nächsten Morgen übernahm dann ich das schreiende Bündel und mein Mann durfte schlafen.
Schlief der kleine Mann doch mal überraschender Weise auf mir ein, wurde in exakt dieser Position verharrt, egal wie unbequem diese war, um ihn nur ja nicht aufzuwecken, was ganz leicht passieren konnte.
Nach einer Woche besuchten wir einen Osteopathen, weil wir gehört hatten, das diese oft super helfen konnten. Uns konnte der Osteopath leider nicht helfen. Alles in Ordnung beim kleinen Mann, keine Verspannungen. Und so ging es eben weiter.

Die einzige Zeit, zu der der kleine Mann zuverlässig einschlief, war, wenn er eigentlich essen sollte. Denn da er so schlecht stillte und zunahm, bekamen wir die strikte Vorgabe ihn spätestens alle vier Stunden zu füttern. Das stresste mich noch mehr. Denn meist war der kleine Mann erst eine halbe Stunde vor der nächsten Fütterungszeit eingeschlafen und ich wollte ihn deswegen nicht wieder aufwecken. Aber die Gewichtsabnahme war so groß und er musste unbedingt essen! Als ich ihn einmal länger schlafen ließ, bekam ich von der Hebamme richtig eine auf den Deckel, dass ich das auf keinen Fall nochmal machen sollte, denn dann würde der kleine Mann nicht genug zu essen bekommen und entkräften und im Krankenhaus landen. Dass er jetzt so lange (sechs Stunden am Stück) geschlafen hätte, wäre ein erstes ernsthaftes Anzeichen. Ich war einfach nur noch am Ende.
Nach zwei Wochen war klar, dass es mit dem Stillen nicht gut klappte und wir fingen an mit der Flasche zuzufüttern. Zwar pumpte ich ab, um die Milchproduktion in Gang zu halten. Aber dennoch war das Zufüttern der Anfang vom Stillende, wie bei so vielen Müttern. Nach sechs Wochen hatte ich keine Milch mehr. Dabei wollte ich immer unbedingt stillen. Und es verletzte mich zutiefst, dass so etwas einfaches und natürliches bei uns nicht klappen wollte. Das bestätigte mich natürlich auch noch einmal in der Annahme, als Mutter zu versagen. Zumal man ja von allen Ecken und Enden hört, dass Stillen das Beste für das Baby ist und jede Mutter, die nur will, stillen kann. Ich weiß nicht, wie oft ich über diesen Satz in Tränen ausgebrochen bin.

Wenn mir zu diesem Zeitpunkt jemand angeboten hätte, er würde mir den kleinen Mann abnehmen und gut für ihn sorgen, ich weiß nicht, was ich getan hätte... Im nachhinein denke ich, dass ich  eine postpartale Depression hatte und dringend Hilfe und Unterstützung benötigt hätte, aber dies wurde von keinem Außenstehenden erkannt, auch nicht von unserer Nachsorgehebamme. Und so musste ich, mussten wir, irgendwie durch diese Zeit alleine durch.

Vier Wochen nach der Geburt des kleinen Mannes endete der Urlaub meines Manne und ich war ab da hauptverantwortlich für den kleinen Mann. Ich weiß bis heute nicht, wie ich diese Zeit durchgestanden habe. Irgendwann ab dem dritten Monat wurde es langsam besser mit der Schreierei, aber ein Trauma habe ich bis heute davon. Es dauerte lange, bis ich sicher wusste, dass ich mein Kind über alles liebe und wirklich alles für ihn tun würde. Heute schaue ich den kleinen Mann an und mein Herz geht über vor Stolz auf ihn und Liebe. Aber das war ein langer Weg...
Ich wollte immer mindestens zwei Kinder haben, aber nach der Geburt und der Wochenbettzeit des kleinen Mannes dauerte es rund 1,5 Jahre, bis ich mir überhaupt vorstellen konnte noch ein Baby zu bekommen. Und erst als letzten Sommer in der Nachbarschaft mehrere Babies geboren wurden (und das Weinen von Babies einfach öfter zu hören war), hörte es auf, dass mein Puls bei jedem Babygeschrei explodierte und Adrenalin ins Blut einschoß.

Als ich diesmal den positiven Schwangerschaftstest in den Händen hielt, war meine erste Tätigkeit, mir eine gute (!) Hebamme zu suchen. Diese schickte mich postwendend zu einer Therapeutin, damit ich meine gemachten Erfahrungen aufarbeiten kann und nicht mit so einem riesigen Balast ins zweite Wochenbett starte.
Zum jetzigen Zeitpunkt kann ich nur sagen, dass ich mich generell sehr auf unser zweites Kind freue, mich aber noch immer sehr vor den ersten Wochen mit dem Baby fürchte. Zwar bin ich jetzt nicht mehr so unerfahren wir beim kleinen Mann. Aber es ist eben noch ein Geschwisterkind da, welches Betreuung benötigt und einen Tagesablauf vorgibt.

Mit dem Thema Stillen haben ich auch mehr oder minder Frieden geschlossen: ich werde es wieder probieren, aber wenn es wieder nicht klappt, dann wird es diesmal kein Drama sein. Ich kann nicht mehr, als mein Bestes geben.
Mittlerweile sehe ich es so, dass es durchaus Mütter gibt, die einfach nicht stillen können (oder wollen, was auch völlig in Ordnung ist), die Ursachen seien mal dahin gestellt. Ich finde, dass mit dem Thema Stillen zur Zeit sehr militant und wenig sensibel umgegangen wird, der Begriff Still-Mafia gefällt mir an dieser Stelle, auch wenn er sehr provokant ist.Was jetzt gerade stattfindet, ist die komplette Gegenbewegung zu den 80er Jahren, als das Stillen ja so verschrieen und verpönt war und Flaschenmilch als das einzig Richtige galt.
Aber wie immer ist es so, dass der Mittelweg der richtige ist und jede Mutter für sich selbst entscheiden muss, was das Richtige für sie und ihr Baby ist. Nur das eigene Bauchgefühl zählt.

Rosige Zeiten

Eigentlich habe ich keine blasse Ahnung von Rosen. Meine Eltern hatten in ihrem Garten nie Rosen und ich hatte auch keine Großeltern, die sich mit Rosen beschäftigt haben.
Trotzdem wollte ich unbedingt eine Kletterrose an der Ostwand unseres Hauses haben. Weiß sollte sie blühen und mehrmals im Sommer. Das waren alle Vorgaben, die ich gemacht habe. Eingetrudelt ist dann die Kletterrose Ginger Syllabub. Nun, weiße Blüten hat sie nicht wirklich und zuerst war ich auch eher nicht so angetan. Aber nachdem die Rose mir dann gleich im ersten Jahr ihrer Pflanzung den Gefallen getan hat üppig und wunderschön zu blühen, habe ich mich doch noch in sie verguckt.























Wie man auf den Fotos sieht, ist die werte Dame etwas kopflastig. Aber ich denke, wenn die Kletterrose schön hochgewachsen ist, dann hat das ja auch seine Vorteile. Zum Beispiel, dass man die Blüten von unten sehen kann. Übrigens duftet die Rose auch herrlich.

Samstag, 16. März 2013

Wickelbody mit Monstern

Für Neugeborene finde ich Wickelbodies unschlagbar praktisch. Leider habe ich gar keine mehr, dazu haben mir auch noch langärmelige Bodies in der Größe 56 gefehlt. Also hab ich schnell Abhilfe geschaffen. Hier der erste von zwei Langarm-Wickelbodies. Das Schnittmuster heißt Happy Squirrel und stammt aus der Ottobre 1/12. Die übrigens allgemein ein paar wirklich nette Basics für Babies drin hat.


Eigentlich ist der Body in der Ottobre kein Wickelbody, sondern hat nur einen großzügigen V-Ausschnitt mit doppeltem Vorderteil. So ist er eine wirklich dankbare Vorlage, um daraus ganz leicht einen Wickelbody zu konstruieren. Statt die Seitenteile komplett zusammenzunähen habe ich die beiden Vorderteile wie man unten sieht zum Klappen offen gelassen und nur an einer Seite zusammengenäht. Dann habe ich einmal rund um den Body eine Bändchenversäuberung gemacht. Und wie es bei Wickelbodies so üblich ist dann noch vier zusätzliche Druckknöpfe an den Seiten des Bodies angebracht, um ihn schließen zu können.


Den Monster-Stoff habe ich auch hier noch als Body und hier als Pullover verwendet. Jetzt ist er restlos aufgebraucht.


P.S. Ich habe den Body am Baby geliebt! Und ich konnte ihn auch noch locker in der Größe 62 anziehen.

Freitag, 15. März 2013

this moment

"A Friday ritual. A single photo - no words - capturing a moment from the week. A simple, special, extraordinary moment. A moment to pause, savor and remember."


Inspired by Soulemama.

Donnerstag, 14. März 2013

Interlock-Strampelanzug

Ich gebe es gerne zu: ich bin ein ganz großer Fan von Stramplern. Ich bin nämlich eine leidenschaftliche Tragemama und in Tragetüchern haben Hosen und Oberteile oft die Unart blöd hochzurutschen. Leider gibt es heute ja kaum noch hübsche Strampler zu kaufen und wenn, dann hören die Größen meist bei spätestens 68 auf. Da bin ich wirklich sehr froh inzwischen selbst nähen zu können.
Hier habe ich einen langärmeligen Strampler in Gr. 56 genäht. Es soll auch der einzige längärmelige Strampler bleiben und sollte der Sommer (wehe!) kalt und verregnet werden ist so ein Strampler ja schnell nachgenäht.
Der Schnitt ist wieder My Sweet Baby aus der Ottobre 1/12, genau wie bei dem Strampler.


Der Strampler ist aus einem herrlichen Hamburger Liebe-Interlock genäht, den ich auch hier schon verwendet habe. Fusssohlen und Zwickel sind aus einem alten Stoffrestchen.


P.S. Obwohl der Sommer doch noch schön warm geworden ist, habe ich diesen langärmeligen Strampler wirklich gerne angezogen. In der Größe 50 ist mein Baby noch förmlich drin versunken, auch in 56 war er noch latent zu groß. 62 hat dann exakt gepasst. Auch in der Weite ist der Strampler für eine rundes Fressräupchen breit genug geschnitten, um noch bequem zu sein.

Mittwoch, 13. März 2013

Lebenserhaltende Maßnahmen

Ab und zu werde ich gefragt, wie man mit einem Sauerteig(anstellgut) weiter verfährt, nachdem der Sauerteig endlich erfolgreich produziert wurde. Die Rundum-Erneuerung ist meine bevorzugte Methode mein Anstellgut frisch und am Leben zu erhalten.
Aber wenn ihr mal länger nicht zum Backen kommen solltet oder denkt, euer Anstellgut könnte einfach mal wieder einen kleinen Schubs brauchen, dann könnt ihr es auch einfach Füttern.
Und für so Schussel wie mich, denen es trotzdem irgendwie immer mal wieder gelingt ihren Sauerteig zu töten, ist eine Trockensicherung wirklich Gold wert. So müsst ihr nämlich nicht wieder bei Null anfangen, wenn ihr mal einen guten Sauerteig habt.

1. Rundum-Erneuerung
Wenn ihr für ein neues Brot einen Sauerteig ansetzt, dann gebt einfach ein bisschen mehr Mehl (2 gehäufte EL) dazu als im Rezept angegeben und entsprechend auch ein bisschen mehr Wasser. Vom fertigen Sauerteig nehmt ihr dann einfach zwei bis drei EL ab und füllt es in ein sauberes Behältnis und stellt es in den Kühlschrank.

2. Füttern
Wenn ihr mal länger nicht dazu kommt ein Sauerteigbrot zu backen und deswegen keinen frischen Sauerteig abzweigen könnt, dann könnt ihr euer Anstellgut nach 10 bis 14 Tagen mal aus dem Kühlschrank holen, bei Zimmertemperatur ein paar Stunden warm werden lassen. Dann einfach einen Teelöffel geeignetes Mehl (je nach Sauerteig Roggenmehl 1150 oder Weizenmehl 1050) zugegeben und evtl. noch etwas warmes Wasser, wenn das Anstellgut sonst zu trocken wird. Dann noch über Nacht draußen stehen lassen, damit der Sauerteig arbeiten kann und danach wieder ab in den Kühlschrank. Wenn nicht gebacken wird, diese Prozedur ca. zwei Wochen später wieder wiederholen. Wobei ich noch dazu sagen muss, dass Anstellgut von älteren, bewährten Sauerteigen deutlich widerstandsfähiger ist als ein noch junger Sauerteig und so auch länger stehen, kann bis er gefüttert werden muss. Aber sicher ist sicher...

3. Trockensicherung
Wenn ihr mal viel Anstellgut übrig habt, dann kann ich euch nur empfehlen eine Trockensicherung, als absolutes Back-up, zu machen. Nur für den Fall, dass das Anstellgut doch mal über den Jordan wandern sollte...
Dazu wiegt ihr einfach eine kleine Menge Anstellgut (30g-50g genügen mir meist) ab, verteilt es dünn auf einem Backpapier und wartet bis es komplett trocken ist. Das ist meist an nächsten Tag der Fall. Dann die trockenen Brösel in eine Tüte packen, gegebenenfalls noch etwas kleiner brechen, einen Zettel dazu legen, wieviel Gramm das Anstellgut im feuchten Zustand hatte. Das vergesst ihr sonst garantiert! Und das Back-up dann so weg packen, dass ihr es bei Bedarf wieder findet. ;)

P.S. Ich habe jetzt auch eine neue Seite angelegt (findet ihr oben neben dem Disclaimer), in der ich meine wichtigsten Beiträge zum Thema Sauerteig gesammelt habe. 

Montag, 11. März 2013

Regenbogenbodies in Gr. 62

Und noch mehr alte T-Shirts von mir mussten ihr Leben lassen. Größe 38 reicht genau, um einen Body der Größe 62 inklusive der Bündchen und Ärmel zu nähen.
Neben dem grünen und roten Body sind auch noch diese zwei entstanden. Ich finde sie, vor allem den braunen, so ein bisserl retromäßig, aber ich mag das. Der Schnitt ist wieder Rosis Regenbogenbody.


P.S. Wie man es von den Regenbogenbodies gewohnt ist, fallen sie passgenau aus. Aber auch zum Übergang Richtung Größe 68 konnte ich die Bodies noch einmal anziehen. Danach mussten sie aussortiert werden.

Samstag, 9. März 2013

Hefeschnecken mit Mohn

Ich habe mich mal an selbstgemachten Mohnschnecken versucht. Und ich muss zugeben, dass ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden bin. Das Geheimnis liegt wahrscheinlich darin, dass ich die Dinger ständig vergessen habe und sie so immer schön gehen konnten, insgesamt mehrere Stunden.
Erst direkt nach der Teigherstellung eine halbe Stunde, dann hab ich den Teig nochmal geknetet und zum Gehen hingestellt. Dann hab ich den Teig ziemlich schnell vergessen und bin mit dem kleinen Mann zum Stall gelaufen. Daheim wieder angekommen viel mein Blick auf die Rührschüssel und den super gegangenen Teig. Also Füllung hergestellt, Teig ausgerollt, Schnecken geformt und aufs Blech. Zum Gehen gestellt. Leider kam dann mein Brot dazwischen, dass gebacken werden wollte. Also durften die Schnecken nochmal ruhen. Und im Ofen selbst sind sie auch noch einmal wunderbar aufgegangen.


Der Teig ist ein ganz klassischer Hefeteig:
500g Mehl
250ml Milch, lauwarm (oder weniger)
20g Hefe (am liebsten frische)
50-100g Fett (diesmal hab ich Öl genommen, generell mag ich aber lieber Margarine)
50g Zucker
1-2 Eier

Für die Fülle:
Butter/ Margarine
Mohn (Menge nach Geschmack)
Puderzucker (Menge nach Geschmack)

Zuerst hab ich aus der Hefe, etwas Mehl (2-3 EL), etwas Milch (soviel, bis die anderen Zutaten gut vermischt werden können) und etwas Zucker (1-2 EL) ein kleines Vorteiglein hergestellt und es 15 Minuten lang gehen lassen, bis es sich verdoppelt hat. Dann mit den restlichen Zutaten, die zumindest zimmerwarm sein sollten, einen Hefeteig hergestellt. Ordentlich kneten, bis er eine schöne glatte und elastische Beschaffenheit hat. Warm gehen lassen (entweder bei Zimmertemperatur oder bei eingeschaltetem Licht im Backofen). Ich knete meinen Hefeteig meistens nochmal nach einer halben Stunde durch, wahrscheinlich weil ich das so vom Brotbacken einfach so gewohnt bin. Dann nochmal den Teig gehen lassen, bis er sich ungefähr verdoppelt hat.
Dann den Teig zum Rechteck ausrollen, mit warmer, flüssiger Butter bestreichen und mit der Mohn-Zucker-Mischung bestreuen. Teig aufrollen und ca. fingerdicke Scheiben abschneiden. Auf ein Backblech auslegen und nochmal gut gehen lassen. Vor dem Backen die Schnecken nochmal mit zerlassener Butter bestreichen.
Bei 180°C Umluft für ca. 20 Minuten in den Backofen, bis die Schnecken eine schöne Farbe haben. Nach dem Abkühlen habe ich noch eine dünne Schicht Puderzuckerglasur drüber gegeben.



Freitag, 8. März 2013

this moment

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Donnerstag, 7. März 2013

Regenbogen-Bodies fürs Ü-Ei

Natürlich dürfen auch neue Regenbogenbodies nicht fehlen. Der Schnitt von Rosi/ Schnabelina hat schon fast Kultstatus erreicht. Kein Wunder, er ist ja auch einfach großartig! Und durch die tollen Videoanleitungen bekommen ihn auch Nähanfänger hin.
Ich habe ja bereits drei davon für den kleinen Mann genäht, wie hier und hier zu sehen. Diese hier haben die Größe 62 und ich mag diese knalligen Farben so gerne! Insgesamt bin ich recht zufrieden mit den Bodies. Und: beide Bodies sind aus alten, ausgemusterten T-Shirts von mir entstanden. Sieht man ihnen doch gar nicht an.


Und weil ich es nicht lassen konnte, hier ein direkter Vergleich mit einem aktuell passenden Body des kleinen Mannes nach dem gleichen Schnitt. Größe 62 im Vergleich mit Größe 104.

Made4Boys

P.S. Wie man es von den Regenbogenbodies gewohnt ist, fallen sie passgenau aus. Aber auch zum Übergang Richtung Größe 68 konnte ich die Bodies noch einmal anziehen. Danach mussten sie aussortiert werden.

Mittwoch, 6. März 2013

Tierische Postkarten

Diese Karte kommt aus Finnland, genauer gesagt, aus Lappland.
This card arrived from Finland, more precisely, from Lapland.





Wusstet Ihr, dass es in Weißrussland Bisons gibt? Ich wusste das zumindest nicht.
Did you know, that there are bisons in Belarus? Well, I didn´t.


Dienstag, 5. März 2013

Größe 56

Uuuui, wie mini! Unweigerlich (und wie vermutlich jeder Schwangeren auf dieser Welt irgendwann) ist mir dieser Satz herausgerutscht, als ich vor ein paar Wochen die Kleidungsvorräte in den Größen 56 bis 74 gesichtet habe. Nachdem ich ja bereits ein Kind habe, sollte mir eigentlich bewusst sein, wie klein Größe 56 ist. Aber ganz ehrlich: ich habe es schlicht und einfach vergessen!

Da wir beim kleinen Mann viel von einer Freundin geliehen hatten, die ihr Babysachen inzwischen ganz weggegeben hat, darf ich einiges an Gewand für das Bauchbaby nähen. Das hat mich zugegebenermaßen sehr gefreut. Die Herausforderung dabei ist, die Sachen neutral zu halten, da wir ein kleines Überraschungei erwarten und erst nach der Geburt wissen, ob der kleine Mann ein Brüderchen oder ein Schwesterchen bekommen hat.

Hier der erste Strampler, den ich genäht habe. Der Schnitt ist aus der Ottobre 1/12 und heißt My Sweet Baby. Eigentlich soll es eine Größe 56 sein, aber wie alles aus der Ottobre fällt auch dieser Schnitt sehr groß aus. Und eigentlich ist der Schnitt für einen langärmeligen Strampelanzug gedacht, aber da wir ja ein Hochsommerbaby bekommen, habe ich die Ärmel einfach weggelassen. Ich finde den Nickistoff an sich schon grenzwertig für den Hochsommer, aber er ist soooo schön kuschelig.


Hier noch mal die Applie im Detail (so langsam werde ich besser). Die Ironie an der Applikation (Apfel mit XP) ist mir erst aufgefallen, als mich der große Mann darauf aufmerksam gemacht hat und war so keinesfalls beabsichtigt.Aber vielleicht sollte das ja einfach so sein. ;)


P.S. Obwohl der Sommer doch noch schön warm geworden ist, habe ich diesen langärmeligen Strampler wirklich gerne angezogen. In der Größe 50 ist mein Baby noch förmlich drin versunken, auch in 56 war er noch latent zu groß. 62 hat dann exakt gepasst. Auch in der Weite ist der Strampler für eine rundes Fressräupchen breit genug geschnitten, um noch bequem zu sein.

Montag, 4. März 2013

Novum

Hier ein Novum. Ich habe es euch ja am Freitag schon kurz gezeigt, aber heute möchte ich es euch genauer vorstellen: ich habe erstmalig etwas für mich selbst genäht. Ein Umstandsoberteil, wie man zweifellos sieht.
Das Schnittmuster ist von Burda und heißt schlicht  Longshirt. Ich habe lange hin und her überlegt zwischen diesem Shirt und dem zugehörigen Kleid, habe mich aber schließlich für das Shirt entschieden, weil mir die Ärmel dazu so gefallen haben (und ich dachte, verlängern zu einem Kleid sollte jetzt nicht das Problem sein). Und was soll ich sagen: auf dem Schnittmusterbogen ist auch das Schnittmuster für das Kleid enthalten. War ich happy.


Herausfordernd an dem Shirt war für mich der extrem labberige Viskosejersey, der zwar am Körper wunderschön fällt, aber beim Verarbeiten etwas vorsichtigen Umgang forderte (nicht zu doll ziehen, präzise vorher abstecken, etc.). Also eher kein Stoff für so eine ungeduldige Näherin wie mich.


Schwierig war das Oberteil eigentlich nicht zu nähen, wenn die Nähanleitung zum Schnittmuster auch etwas, ähm, spartanisch ausgefallen ist. Deswegen sollte man zumindest ein paar Sachen genäht haben, damit Grundlegendes sitzt. Und etwas tricky war auch den Ausschnitt richtig festzulegen, damit er nicht zu labberig sitzt, nicht zu viel zeigt, aber auch nicht so komisch gespannt sitzt.


Nach der Schwangerschaft werde ich versuchen den Schnitt so abzuändern, dass ich daraus auch ein normales Oberteil zaubern kann. Das sollte eigentlich nicht zu schwer werden.


Und hier noch ein Detailbild von der Raffung und einer der Gürtelschlaufen.

Insgesamt muss ich sagen: ich mag das Oberteil und werde es bestimmt auch tragen. Wenigstens ein weiteres wird auch noch folgen.